
Nürburgringtour 2007- Oder:"Sonics go Selbstmord"
Für alle die nicht mehr wissen was sie Sinnfreies anstellen können, hier ein Tipp für's nächste Jahr.
Nehmt Euch ein Fahrrad, seht auf www.radamring.de nach dem nächsten Termin,
packt das Zelt und den Grill ein und ihr könnt erleben warum die alte Nordschleife 'grüne Hölle' heißt.
Wir taten es in diesem Jahr. Als absolute Rad Amateure machten Wir uns am Freitag auf den Weg
zum Nürburgring. Es stand das Rad und Run Wochenende 2007 an. Man konnte aus folgenden Sportangeboten wählen:
24h Radrennen. Alleine oder im 2'er bzw. 4'er Team.
70km Radrennen
140km Radrennen
Radtourenfahren, dh. Runden drehen, wenn möglich 10 Stück, denn dafür gibt es Punkte.
Für die Leute die lieber zu Fuß´ unterwegs sind gibt's am Sonntag 5,10 und 24,4 km Läufe zu bestreiten.
Is ja albern, laufen kann jeder.....
Wir entschieden uns für die Radtouristik, auch RTF genannt,
da das sowieso unsere Disziplin ist und man dort ohne Zeitdruck seine Runden drehen kann.
     
Der kleine Fehlerteufel, der sich einschlich hieß 'Berge', oder um es genauer zu sagen NORDSCHLEIFE NÜRBURGRING.
Die Distanz die es zurückzulegen galt betrug 10 Runden,
was umgerechnet 222km entspricht.
Mit der Erwartung evtl. 4-5 Runden in der Zeit von 11.30 bis 21.00 Uhr zu fahren gingen Wir also pünktlich an die Startlinie.
     
Die Fahrer des Rennens mussten/durften allerdings erst noch die heutige Grand Prix Strecke befahren und bogen dann auf die Nordschleife ab.
30°C, kein Wind, der Asphalt roch. Wir ließen es gemütlich angehen, man wollte ja was schaffen.
Nach einer kurzen Bergauffahrt ging es erst mal abwärts.
Und wenn ich sage abwärts, dann meine ich auch abwärts!
Wenn man die Pedale nicht bewegte und sich flach machte bewegte man sich mit 85- 90 km/h auf der historischen Rennstrecke.
     
was in diesem Fall bedeutet: Wo es Bergab geht muß es auch irgendwo wieder rauf gehen,
und das tat es. Und wenn ich sage rauf, dann meine ich auch rauf.
Nach etwa 11km war es dann vorbei mit dem Lotterleben. Es ging aufwärts.
Es ging verdammt lange und verdammt steil aufwärts. Die Auffahrt zur 'hohen Acht' stand auf dem Programm.
5 mörderische Kilometer Berg auf, Steigung bis zu 16,8%.
(Anm. der Redaktion: Wer schob war genau so schnell wie der der 'fuhr') Und wir waren nicht allein!
Wir wissen nun warum das hier 'grüne Hölle' heißt. Der Rest der Strecke bis zum Ziel war ganz in Ordnung,
zumindest da wo es dann Berg ab ging.
dass Wir etwas in Trainingsrückstand sind, nämlich ziemlich genau sieben Jahre.
Wir brauchten für eine Runde etwa eine Stunde was einen Schnitt von etwa 22 km/h entspricht.
Der am Abend führende ( 10 Runden in 7.41 Stunden) bewegte sich mit einem etwa Schnitt von 35 km/h.
Wir sahen den Fahrer mit der Startnummer (jetzt kommt's) : 1902, am Abend mit etwa 18-20 km/h die 'hohe Acht' passieren, wie gesagt 16,8% Steigung.
Wir zogen noch ein paar mal den Hut, nämlich immer dann wenn Wir uns ein neues Bier auf machten.
Das hat schon Bergetappen Charakter a la Tour de France.
Wer nicht selber da oben an der 'hohen Acht' stand und sich das angesehen hat wird sich kein Bild machen können, das ist uns klar.
Wer sich aber im nächsten Jahr ein Bild machen möchte, der kann uns gerne kontaktieren,
Wir werden es wieder tun. Das selbst gesetzte Ziel für uns sind 5 Runden 2008.
Man braucht im übrigen kein Rennrad oder Mountainbike, aber seht selbst...